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Bahn fahr´n zum Schwarmstedt- Tarif |
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Ein
Service für Bahnkunden in der Samtgemeinde Schwarmstedt
Mit freundlicher Unterstützung der SPD Samtgemeinde Schwarmstedt |
SPD-Ortsgespräch:
„Erster Spatenstich für Heidebahn garantiert 2007“ /
In
30 Minuten von Schwarmstedt nach Hannover
Schwarmstedt.
Zu einem sehr gut besuchten SPD-Ortsgespräch hatten die
Schwarmstedter Sozialdemokraten und die die SPD-Kreistagsfraktion am
Abend des 1. Februar in den Uhle-Hof in Schwarmstedt eingeladen. Von
Seiten der Bahn standen Matthias Oetting von der DB Projektbau und
Michael Käufer, Leiter des Bereichs Anlagenmanagement
Regionalnetze, zur Verfügung. Als Bundespolitikerin war die
Abgeordnete Monika Griefahn und als Landespolitiker der
Parlamentarische Geschäftsführer der SPD Landtagsfraktion
Dieter Möhrmann nach Schwarmstedt gekommen. Die
Gesprächsleitung
hatte Björn Gehrs,
Vorsitzender
des SPD-Ortsvereins
Schwarmstedt, übernommen.
„Jetzt
haben wir schon wieder sieben Monate Verspätung beim Verfahren“,
erläuterte der Landtagsabgeordnete Dieter Möhrmann und
informierte über die Gesprächsergebnisse des Vormittages an
dem bereits ein Treffen zum Thema Bahn bei der
Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) stattfand. „Aber jetzt können
wir davon ausgehen, dass es tatsächlich losgeht.“ 100 Mio Euro
soll gemäß der ersten Planung die Ertüchtigung der
Heidebahn kosten, um dann mit Tempo 120 km/Stunde im Stundentakt
für
eine schnelle Verbindung zwischen Buchholz und Bennemühlen zu
sorgen. Die Maßnahme soll in drei Bauabschnitten realisiert
werden: im 1. Bauabschnitt zwischen Bennemühlen und Walsrode, im
2. zwischen Walsrode und Soltau und im 3. Bauabschnitt zwischen
Soltau und Buchholz. Der erste jetzt in Angriff genommene Abschnitt
scheint sich finanziell günstiger realisieren zu lassen als
geplant, dafür wird es voraussichtlich zwischen Walsrode und
Soltau mit teilweise verlegter Streckenführung zu Mehrkosten
kommen.
Bis
Ende März 2006 soll der 2. Abschnitt von Walsrode bis Soltau
geplant sein und bis Anfang Juni 2006 soll die Planung von Soltau bis
Buchholz/ Nordheide vorgelegt werden. Mitte des Jahres 2007 soll der
erste Spatenstich für die Baumaßnahmen zwischen
Bennemühlen und Walsrode erfolgen. Nach Fertigstellung des
Streckenausbaus soll die Fahrzeit zwischen Soltau und Hannover 66
statt bisher 90 Minuten betragen. Für Einwohner aus der
Samtgemeinde bedeutet dies, dass sie in 30 Minuten von Schwarmstedt
und von Lindwedel in 23 Minuten in Hannover sind. Und die Züge
sollen durchgebunden sein, ohne Umsteigen in Bennemühlen. Wenn
die Kommunen alle mitmachen und man um ein Planfeststellungsverfahren
herumkomme, könne alles schneller gehen. Zugleich wies der
SPD-Politiker auf die zukünftige EU-Förderung hin: „Im
Zeitraum der Jahre 2007 bis 2010 oder sogar 2013 fließen
EU-Mittel in diese Region. Für den 2. und 3. Bauabschnitt
könnte
man eventuell hiervon Mittel heranziehen und Investitionen in die
Heidebahn-Strecke fördern.“
Aber
auch bei den Tarifen soll es Verbesserungen geben. Der
SPD-Kommunalpolitiker Björn Gehrs berichtete von seinen
Gesprächen mit der Hannover-Region über eine Ausweitung des
„Schwarmstedt-Tarifs“. Bei der Hannover-Region werden derzeit
die Voraussetzungen geschaffen, damit die Verhandlungen über
eine Erweiterung des günstigen „Schwarmstedt-Tarifes“ auf
Tageskarten und Einzelfahrkarten beginnen können. Ende 2006
sollen die notwendigen Zahlen zusammengestellt werden und bei
günstigem Verlauf können schon 2007 Bahnkunden aus
Schwarmstedt und Lindwedel auch mit Einzelfahrkarten oder Tageskarten
in die Hannover Region fahren, wie es auch von der SPD und UWG in der
Samtgemeinde in ihrem gemeinsamen Antrag gefordert wurde. Gehrs
berichtete aber auch von seinen Gesprächen in Hodenhagen und
Walsrode. Der Erfolg des „Schwarmstedt-Tarifs“ hat sich
herumgesprochen und so ist eine Ausweitung des Tarifs bis Walsrode
auf Initiative der SPD-Kreistagsfraktion und der SPD-Ratsfraktionen
in der Samtgemeinde Ahlden und der Stadt Walsrode beantragt.
Im
Rahmen der Geschwindigkeitserhöhung auf der Heidebahn muss auch
über mögliche Schließungen von Haltepunkten
gesprochen werden. Im Bereich zwischen Bennemühlen standen die
Haltepunkte Lindwedel, Hademstorf und Eickeloh zur Disposition. Der
Bahnhof Lindwedel wird aber zwischenzeitlich sehr gut angenommen,
wozu insbesondere auch der von der SPD und UWG initiierte
Schwarmstedt-Tarif beitrug. Nach Angaben der Bahnvertreter bleibt
Lindwedel definitiv erhalten. Für die beiden anderen Haltepunkte
sieht es nicht so gut aus. Die in Schwarmstedt anwesenden
Bahnvertreter verwiesen auf Gespräche mit der LNVG, die eine
Schließung vorsehen.
Die
Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn erläuterte, dass der Bund
„nur“ mit der Finanzierung beteiligt sei, die Planung aber vor
Ort gemacht werden müsse. „Das muss auch so sein“, zeigte
sie sich einverstanden mit dem Verfahren und wies auf die große
Anzahl der Bahnübergänge hin, die im Laufe des Verfahrens
gesichert oder eventuell aufgehoben werden müssten.
Hans-Wilhelm
Frische machte sich als Bürgermeister der Samtgemeinde
Schwarmstedt Sorgen über die Finanzierung der Sicherungsanlagen
für Bahnübergänge: „Wenn alle Bahnübergänge
erhalten bleiben, die jetzt festgelegt sind, dann kostet es die
Samtgemeinde 7540.000 Euro. Da müssen die Mitgliedsgemeinden
viel Geld schultern, das wird schwierig zu tragen.“ Aus
Kostengründen werde man die Anzahl der zu erhaltenden
Bahnübergänge noch einmal diskutieren müssen. Wenn die
Haltepunkte Hademstorf und Eickeloh geschlossen werden, werde sich
mehr Fahrgastaufkommen auf Schwarmstedt konzentrieren. Das hieße
gleichzeitig, dass mehr Parkplätze geschaffen werden müssten.
Er rief dazu auf, alle Kräfte zu bündeln, denn die Bahn
sei, besonders wenn sie preislich attraktiv sei, ein wesentlicher
Standortfaktor.
Auf Klagen aus der Versammlung über den schlechten Zustand der Züge – Heizung fällt aus, Türen lassen sich nicht öffnen, schlechter Allgemeinzustand der Waggons – erklärten die Vertreter der Bahn, „mittelfristig“ sollten neue Fahrzeuge eingesetzt werden. Auf einen konkreten Zeitpunkt wollten sie sich allerdings nicht festlegen. Für die SPD Schwarmstedt ist dies zu wenig. „Wir werden uns weiter für eine Einhaltung der Zusagen einsetzen, wie wir es bereits im Jahr 2000 mit unserem SPD- Bahnarbeitskreis gamcht haben“, so der SPD-Vorsitzende. Aus der Versammlung wurde nach der Möglichkeit einer Weiterführung der S-Bahn von Hannover bis nach Schwarmstedt gefragt. „Alles hat seinen Preis“, erklärte Michael Käufer von der DB. Wohl sei es technisch machbar, aber in einer finanziellen Größenordnung, die nicht realisierbar sei. Also werde es bei einer Anbindung bis nach Bennemühlen bleiben. Schwarmstedtedts SPD-Vorsitzender Björn Gehrs wies darauf hin, dass es nicht unbedingt entscheident ist, ob ab Schwarmstedt eine S-Bahn oder moderne Züge der Heidebahn fahren. Dies könne sogar ein Vorteil sein, wenn mit diesen Zügen schnellere Fahrtzeiten erreicht werden und man von Schwarmstedt dadurch bereits in 30 Minuten in Hannover ist, was eine S-Bahn nicht schafft. Vermisst wird in Schwarmstedt und Lindwedel aber vor allem ein kürzerer Takt. Wir möchten auch, dass von hier ein Zug alle halbe Stunde fährt, wie es bei der S-Bahn in Bennemühlen schon heute der Fall ist, erklärte Gehrs den Wunsch an die Bahn.
Zum Foto: Verteter der Bahn und Politik standen beim SPD-Ortsgespräch Rede und Antwort (v.l.n.r. Matthias Oetting (DB Projektbau), Matthias Käufer (DB Netz), Monika Griefahn (SPD-Bundestagsabgeordnete), Björn Gehrs (SPD Schwarmstedt), Dieter Möhrmann (SPD-Landtagsabgeordneter) und Samtgemeindebürgermeister Hans-Wilhelm Frische.